
Bei Schuhen neigen die Materialien – poröse Schaumstoffe, strukturierte Synthetikmaterialien sowie dichter Gummi – dazu, Mikroben zu speichern, die durch herkömmliche Reinigungsmethoden nicht entfernt werden können. Wenn eine Reduzierung der Mikrobenbedeckung erforderlich ist, ist das Reinigen der Oberflächen eher ein Glücksspiel. UVC-Licht hingegen ermöglicht eine zuverlässige und chemiefreie Desinfektion – vorausgesetzt, die richtige Dosis wird verwendet und alle Bereiche gründlich behandelt werden.
Was technisch wirklich wichtig ist
Die Wirksamkeit von UVC-Licht hängt von der Dosis ab: Die Intensität des Lichts auf der zu behandelnden Oberfläche multipliziert mit der Einstrahlzeit. Wir verwenden Hochleistungsmerkurlampen ohne Ozon, die eine stabile Intensität auch bei hoher Luftfeuchtigkeit bieten. Reflektoren bestehen aus hochreinem Aluminium sowie einem Dichroik-Schicht, damit die Reflexion des UVC-Lichts maximiert wird und die Energie genau dort eingesetzt wird, wo sie benötigt wird. So wird keine Energie verschwendet. Wir überwachen die Leistung der Lampen anhand der definierten Abnahmekurve und berechnen die Dosis in mJ/cm². Dadurch kann eine zuverlässige Behandlung gewährleistet werden – ohne Vermutungen.
Warum das für Schuhe geeignet ist
Die Geometrie der Schuhe sowie die Produktionsgeschwindigkeit ändern sich ständig. Deshalb müssen Trocknungs- und Desinfektionsprozesse immer wieder wiederholt werden. UVC-Module, die in die Transportbänder integriert sind, sorgen dafür, dass die Einstrahlzeit konstant bleibt und alles richtig geschützt wird. Dadurch sind die Mitarbeiter sicher, und es wird eine ausreichende Reduzierung der Mikrobenbedeckung auf den Oberflächen der Schuhe erreicht.
Am Ende erhält man einen dokumentierten Reinigungsprozess, der Audits standhält, Nacharbeiten vermeidet und eine konstante Produktionsleistung gewährleistet – ohne Reste von Lösungsmitteln und ohne lange Trocknungszeiten.
Dinge, die man auf die harte Tour lernt
Die Intensität des UVC-Lichts nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Zudem können Schatten von Nähten oder dicken Materialien die Wirksamkeit des Lichts beeinträchtigen. Die Positionierung der Geräte sowie die Geometrie der Reflektoren müssen zum Produktprofil passen. Zudem muss die Produktionsgeschwindigkeit an die erforderliche Dosis in mJ/cm² angepasst werden.
Die Exposition gegenüber UVC-Licht kann im Laufe der Zeit einige Polymere und Farbstoffe schädigen. Deshalb sollten Tests zur Kompatibilität der Materialien mit UVC-Licht durchgeführt werden. Achten Sie außerdem auf Verfärbungen oder Zersetzung der Materialien, sobald die Produktion beginnt.