
Bei der Druckung von hitzefühligen Stoffen war es schon immer eine Herausforderung, bei angemessener Temperatur zu arbeiten. Herkömmliche UV-Systeme strahlen Wärme ab, was zu Schrumpfung, Farbveränderungen sowie Formverfälschungen führt. Wir haben die keramische Grundplatte SK15 genau für dieses Problem entwickelt. Sie ermöglicht einen kalt-aushärtenden Prozess – dadurch bleibt die Temperatur des Stoffs niedrig, während die Tinte schnell aushärtet.
Was wirklich wichtig ist Die SK15 wird von einer Hochdruck-Quecksilberdampflampe angetrieben. Die keramische Grundplatte sorgt dafür, dass die Wärme effektiv abgeleitet wird und gleichzeitig eine gute elektrische Isolierung gewährleistet wird. Das Spektrum der ausgestrahlten Strahlung ist auf die Absorptionsbänder des Photoinitiators abgestimmt. Es gibt starke Emissionen bei 365 nm sowie ein ausgewogenes UVA-Spektrum, das eine schnelle Aushärtung der Oberfläche ermöglicht, ohne dass zusätzliches Infrarotstrahlung entsteht. Die maximale Strahlungsintensität am Substrat beträgt bis zu 1200 mW/cm² – das entspricht 500–800 mJ/cm² pro Durchgang. Das reicht aus, um typische UV-Tinten auf dünnen Beschichtungen vollständig zu verkleben.
Der Reflektor verwendet eine Dichroikbeschichtung, damit das UV-Licht nach vorne geleitet wird und das Infrarotlicht nach hinten. So bleibt das Substrat kühl. Die Lebensdauer der Lampe beträgt 2000 Stunden, wobei die Leistung kontrolliert abnimmt. Die keramische Grundplatte behält auch bei häufigen Einschaltvorgängen ihre Integrität.
Warum funktioniert die SK15 bei hitzefühligen Textilien? Bei Stoffen, die Wärme nicht vertragen können, verhindert das kalt-aushärtende Verfahren der SK15 Deformationen der Fasern und sorgt dafür, dass der Stoff weiterhin angenehm anzufassen ist. Durch die optimale Abstimmung des Spektrums wird die Aushärtungszeit verkürzt – man kann somit höhere Druckgeschwindigkeiten nutzen, ohne dass es zu Problemen mit der Haftung kommt. Der Energieverbrauch sinkt, da die Lampe nur dann aktiv wird, wenn es nötig ist. Zudem stabilisiert die keramische Grundplatte die Temperatur schnell, sodass keine Temperaturunterschiede entstehen. Dadurch lässt sich die Genauigkeit der Druckpunkte besser steuern, die Details bleiben klarer und es entstehen weniger Fehler durch Hitzeverformungen.
Was man unbedingt beachten muss Passen Sie die Lampe der Geometrie des Reflektors sowie des Schließmechanismus Ihres Druckers an. Überprüfen Sie außerdem die Spannung und die Länge der Anschlüsse in Bezug auf Ihre Stromversorgung. Der Abstand zwischen den Komponenten auf der keramischen Grundplatte muss genau eingestellt werden, um Funkenbildung zu vermeiden. Nutzen Sie ein Radiometer, um das Spektrum der ausgestrahlten Strahlung zu überwachen. Die SK15 ist ozonfrei – dennoch ist eine ordentliche Belüftung notwendig, um eventuelle Wärmeströme zu bewältigen.